OpenAI stellt Sora ein: Video-App nach nur 6 Monaten geschlossen

OpenAI schließt die Video-App Sora nach nur sechs Monaten. Der Disney-Deal ist geplatzt, die Rechenleistung fließt in GPT.
OpenAI Sora Video-App wird eingestellt - symbolische Darstellung mit auflösender Filmrolle

OpenAI hat am 24. März 2026 das Ende von Sora bekannt gegeben. Die Video-App, die im September 2025 gestartet war, wird abgeschaltet. Auch die Videogenerierung in ChatGPT fällt weg. Parallel dazu hat Disney seine geplante Milliarden-Beteiligung an OpenAI zurückgezogen.

Was passiert mit Sora?

OpenAI schließt die eigenständige Sora-App, über die Nutzer aus Textprompts kurze Videos generieren konnten. Die Funktion verschwindet auch aus ChatGPT — dort konnten zahlende Nutzer Videos direkt im Chat erstellen lassen.

Bestehende Konversationen und erstellte Videos bleiben zunächst abrufbar. OpenAI hat angekündigt, genaue Zeitpläne für die Abschaltung und Optionen zur Datensicherung nachzuliefern.

Warum OpenAI die Video-KI aufgibt

Der Grund ist ökonomisch. Videogenerierung verschlingt enorme GPU-Kapazitäten. OpenAI verlagert diese Rechenleistung auf profitablere Bereiche: Coding, Reasoning und Textgenerierung. Das Unternehmen steht unter Druck, die Kosten vor einem möglichen Börsengang zu senken.

Sora hatte seit dem Launch im September 2025 zwar Aufmerksamkeit erzeugt, aber nie die Nutzerzahlen erreicht, die den Ressourcenverbrauch rechtfertigten. Konkurrenten wie Runway, Luma und Pika hatten den Markt für Video-KI bereits dichter besetzt.

Disney-Deal geplatzt

Der Kollateralschaden reicht über die App hinaus. Disney hatte eine Partnerschaft mit OpenAI geplant, die eine Beteiligung von einer Milliarde Dollar vorsah. Dieser Deal ist jetzt vom Tisch. Die Transaktion wurde nie abgeschlossen — mit der Einstellung von Sora fällt die Grundlage für die Zusammenarbeit weg.

Für OpenAI ist das ein strategischer Rückschlag im Entertainment-Bereich. Die Partnerschaft hätte Sora als Werkzeug für professionelle Filmproduktion etablieren können.

Was das für den Markt bedeutet

OpenAI konzentriert sich auf seine Kernstärken: Sprachmodelle, Reasoning und Coding. Die GPT-5.4-Familie und die jüngsten Reasoning-Modelle generieren den Großteil der Einnahmen.

Für den Video-KI-Markt ändert sich wenig. Runway hat im Februar 2026 Gen-4 veröffentlicht. Pika und Luma Labs bauen ihre Plattformen aus. Google arbeitet an Veo 3. Der Wettbewerb geht ohne Sora weiter — OpenAI war dort nie Marktführer.

Fazit

OpenAI streicht Sora nach sechs Monaten. Die Entscheidung folgt einer klaren Logik: Rechenleistung kostet Geld, und Video-KI bringt weniger davon zurück als Textmodelle. Der geplatzte Disney-Deal zeigt, dass selbst prominente Partnerschaften die Wirtschaftlichkeit nicht ändern konnten. Wer professionelle Video-KI sucht, findet bei Runway, Pika oder Luma weiterhin Alternativen.

Quelle: CNBC — OpenAI shutters short-form video app Sora

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