Apple öffnet Siri für konkurrierende KI-Assistenten in iOS 27

Apple plant laut Bloomberg, Siri in iOS 27 für konkurrierende KI-Assistenten wie Gemini und Claude zu öffnen — nicht nur ChatGPT.
Illustration zu Apples Plan, Siri in iOS 27 für konkurrierende KI-Assistenten zu öffnen

Apple plant einen strategischen Kurswechsel bei Siri. Laut einem Bloomberg-Bericht vom 26. März 2026 soll iOS 27 externe KI-Assistenten als gleichberechtigte Partner in Siri integrieren — nicht nur ChatGPT, sondern auch Konkurrenzprodukte.

Was Apple vorhat

Bisher kann Siri über eine Partnerschaft mit OpenAI auf ChatGPT zugreifen. Diesen Zugang will Apple auf weitere KI-Dienste ausweiten. Nutzer sollen in iOS 27 wählen können, welcher KI-Assistent Siri-Anfragen bearbeitet.

Die genauen Partner hat Apple nicht bestätigt. Naheliegend sind Google Gemini, Anthropic Claude und möglicherweise Metas Llama-basierte Dienste. Apple positioniert das iPhone damit als KI-Plattform statt als Anbieter eines einzelnen Assistenten.

Warum Apple diesen Schritt geht

Apple hat bei eigener KI-Entwicklung Boden verloren. Siri war 2011 der erste Mainstream-Sprachassistent, wirkt 2026 aber veraltet im Vergleich zu ChatGPT, Claude oder Gemini. Statt selbst ein Frontier-Modell zu bauen, setzt Apple auf die Plattform-Strategie: Das iPhone wird zum Betriebssystem für KI-Assistenten.

Das Kalkül: Nutzer bleiben im Apple-Ökosystem, auch wenn sie Claude statt ChatGPT bevorzugen. Apple kontrolliert den Zugang und nimmt vermutlich einen Revenue-Share — ähnlich wie beim App Store.

Was sich für Nutzer ändert

Für iPhone-Nutzer im deutschsprachigen Raum hängt der Mehrwert von den verfügbaren Anbietern ab. Falls Google Gemini und Anthropic Claude zum Start dabei sind, bekommen Nutzer Zugriff auf Frontier-Modelle direkt über Siri — ohne separate Apps öffnen zu müssen.

Die Frage ist, wie tief die Integration geht. Kann ein externer Assistent auf Kalender, Mails und HomeKit zugreifen? Oder bleibt es bei einfachen Frage-Antwort-Weiterleitungen? Bloomberg nennt dazu keine Details.

Einordnung

Apple reagiert auf einen Markt, in dem KI-Assistenten die zentrale Nutzerschnittstelle werden. Google baut Gemini direkt in Android ein. OpenAI expandiert ChatGPT auf Desktop und Mobilgeräte. Microsoft integriert Copilot in Windows.

Apples Plattform-Ansatz hat Vor- und Nachteile. Vorteil: Nutzer bekommen Wahlfreiheit, Apple muss kein eigenes Frontier-Modell finanzieren. Nachteil: Apple gibt Kontrolle über die Nutzererfahrung ab und macht sich von Drittanbietern abhängig.

iOS 27 wird voraussichtlich auf der WWDC im Juni 2026 vorgestellt. Bis dahin bleibt offen, welche KI-Anbieter zum Start dabei sein werden.

Quelle: Bloomberg — Apple Plans to Open Up Siri to Rival AI Assistants

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